Freitag, 21. März 2008
seufz


Die Aufenthaltsorte wurden erfolgreich getauscht und der ein oder andere entfernte Verwandte (Familie) ist aufgesucht. Das Wetter ist auch noch so pomatschig, wie es zu Weihnachten hätte sein sollen. Zeit für einen gepflegten Ostermarsch.

Stern(burg)marsch im Clara-Park

Natürlich ohne politische Botschaften. Einfach nur die viele freie, leere Zeit überbrücken. Stossseufzen. Geschafft sein. Das Zeitkorsett schnürt nicht.
Auf dem Weg an einer zusammengebrochenen Bank vorbei schlendern.

IKB?

Das müssen Menschen mit andersartiger Sozialisation gewesen sein. Da sind wir uns sicher. Oder doch nicht? Sie gehören auch zu dieser Gesellschaft wie der NationalPatriotismus, der uns mit recycleten Plastikautoflaggen an asiatischen Kleinwagen im Juni wieder ins Haus steht. Notwendiges oder überflüssiges Übel. Übel wird einem auf jeden Fall.

Im Hintergrund donnert der eintönige Bass einer Schubumkehr aus Schkeuditz. Daran wird man sich noch gewöhnen. Sehr bald Nacht für Nacht dutzendfach. Manchmal steht der Wind ja auch günstiger.

Ohne Schubumkehr. Aber gelb.

Ich denke an die Demonstrationen der Nachtfluggegner und mein gedachtes "Pah" von damals ist nicht mehr so pah-ig.

Aus den riesigen Hallen im Nordwesten sickern nicht nur Job-Jucheißas ins Zentrum. Die Reflektoren tragenden Menschen, die unter zehntausenden Bewerbern ausgewählt wurden, scheinen vor allem grau im Gesicht zu sein, wenn sie am Hauptbahnhof in die Straßenbahn steigen.

Kleiner, aber meiner!

Die Stifter von Liechtenstein werden ihre Standortentscheidung schon aus guten Gründen getroffen haben. Es gibt ja genug Menschen hier, die lieber grau mit Job als blau ohne Job sind. Selbstwert auf niedrigstem Niveau.

Erhobenen Hauptes kam mir bislang noch keiner aus den BMWsDHLsPorschesAmazons entgegen. Die vermeintliche Boomtown Leipzig verkauft sich und seine Menschen. Und das auch noch unter Wert.

Zeit für noch einen Seufzer.

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Bist ein Großer. Echt.

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